Nachteile des Journalistikstudiums

Journalistikstudium - NachteilePraxisferne

Dem Hochschulstudium werden häufig Praxisferne und Theorielastigkeit attestiert. Weil Journalismus ein Handwerk ist, benötigt die Journalistenausbildung eine starke Praxisorientierung. Diese – so eine häufig vorzufindende Kritik – kommt im Vergleich zu anderen Ausbildungsstätten an den Fachhochschulen und noch mehr an den Universitäten zumindest zu kurz. Die Hochschulen bieten aber – insbesondere seit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge – deutlich mehr Praxisorientierung an als früher. Wer in der Journalistenaus- oder -weiterbildung arbeiten möchte, für den ist ein eher theoriegeleitetes Studium natürlich sehr zu empfehlen.

Dauer

Ein Bachelorstudium hat meist eine Regelstudiendauer von sechs Semestern, also drei Jahren. Oft wird diese Regeldauer nicht eingehalten, sodass das Studium effektiv länger dauert. In vielen Berufen setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass ein Bachelorabschluss nicht ausreichend ist, um überhaupt einen Berufseinstieg zu finden oder man stößt in seiner Karriere schnell an Grenzen. Dann ist es erforderlich, anschließend noch ein Masterstudium zu absolvieren. Dieses hat meist eine Regelstudiendauer von vier Semestern, also zwei Jahren. Auch hier gilt, dass die Regelstudiendauer häufig überschritten wird. Inwiefern ein Masterabschluss für eine erfolgreiche Tätigkeit als akademisch ausgebildeter Journalist erforderlich ist, ist noch unklar.

Kosten des Studiums

Die Kosten für ein Hochschulstudium werden oft unterschätzt. Darunter fallen nicht nur Studiengebühren, soweit diese von den Hochschulen verlangt werden. Den größten Posten stellen vielmehr die Lebenshaltungskosten dar: Miete, Lebensmittel (Essen/Trinken), Bekleidung, Literatur, öffentliche Verkehrsmittel, Telefon und Internet sowie Freizeitaktivitäten kosten Geld. Wie viel das ist, hängt natürlich vom Lebensstandard und von den finanziellen Möglichkeiten ab. Aber ohne Studiengebühren kommt man kaum unter 800,00 Euro. Dauert beispielsweise ein Bachelorstudium sechs Semester Regelstudienzeit, und wird diese Zeit tatsächlich eingehalten (was durchschnittlich nicht der Fall ist), kommen schnell Kosten in Höhe von knapp 30.000,00 Euro oder mehr zusammen.

Doppelbelastung durch Nebenjob

Ein Großteil der Studierenden verzichtet heute auf Bafög oder andere Studienkredite, um ein Journalistik-, Publizistik- oder Studium der Kommunikationswissenschaft zu finanzieren – zum einen, um sich nicht unnötig zu verschulden, zum anderen weil vielleicht durch den Verdienst der Eltern das Bafög wegfällt oder zu niedrig ist. In diesem Fall muss eine Aufstockung der Einnahmen in Form eines Nebenjobs her. Im Gegensatz zu den früheren Magister- und teilweise auch den Diplomstudiengängen, in denen mehr Freiheit herrschte, sind die Studiengänge so eng konzipiert und organisiert, dass es mitunter schwierig ist, nebenbei zu arbeiten. Viel mehr als ein Minijob bis 450,00 Euro ist da meist nicht drin.

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